Kraftorte der Insel Rügen

 

Deutschlands größte Insel ruht auf mächtigen Biogenen Sedimenten aus der Kreidezeit vor ca. 69 Mio Jahren. Große Nadelholzvorkommen aus der Zeit von ca. 65 – 2,6 Mio. Jahren bilden die Grundlage der zahlreichen Bernsteinfunde. Die letzte Eiszeit und gewaltige Erosions- und Sturmfluten bildeten dann den heutigen Umriss der Insel, die mit einer Vielzahl von Kraftorten übersät ist. In alten Flurkarten werden diese Orte unter anderem mit „Tempelberg“ oder „Hexenbusch“ bezeichnet. Hier können sie den ganzen Artikel Das Gold der Insel Rügen lesen.

Meine Arbeit nutzt nun zwei geomantisch herausragende Kraftorte: Der Friedensberg in Sellin und der Englische Landschaftspark in Putbus. Beide Orte wurden umfangreich auf ihre radiästhetischen Besonderheiten hin untersucht. So entstanden detaillierte Beschreibungen und Nutzungsanwendungen für Jedermann, was weltweit einzigartig ist.

Für Interessierte gebe ich noch einen Ausblick auf die Entstehung von magischen Kraftorten:

 

Der Tempel:

Der Tempelplatz ist eine Sternwarte, eine Kalendermaschine, ein Wallfahrtsort und die älteste Universität. „Tempel“ ist dabei die älsteste Form und Bezeichnung des Kalenders, die wir kennen. Es ist ein ureuropäischer Begriff aus der jüngeren Steinzeit. Er setzt sich aus zwei Worten zusammen:
TEM = tempt, time, tempus, Tide, Zeit und
PEL = Pol, Pollen, Pfosten, Pfeiler, pillar, Pfahl
Der Tempel ist also ein Zeitpfahl.

 

Die Kirche:

Das Wort Kirche bedeutet nichts anderes als Circus = (heiliger) Kreis.
Unser Wort „Kirche“ stammt vom lateinischen „circus“ ab, womit ursprünglich der Steinkreis gemeint war. Hier wurden, wie bei den Thingplätzen unter anderem Versammlungen der Ältesten abgehalten.
Etymologisch wurde mehrfach nachgewiesen, dass das Wort (Stein)Kreis die Wurzel für unser heute gebräuchliches Wort Kirche ist.

 

Der Kraftort:

Für den Begriff Kraftort gibt es viele Interpretationsmöglichkeiten: Der kleine Altar im eigenen Garten, eine Wallfahrtskirche oder eine Quelle bis zu dem Steinkreis von Stonehenge.
Begonnen hat das Ganze in der Urzeit:
Die einfachen Plätze wie Quellen, Berge, ungewöhnliche Felsformationen, Wasserfälle, Waldlichtungen oder besondere Erdenergien wurden von den Menschen entsprechend durch Holzpfähle, Steinhaufen oder Tierfelle (Totems) markiert.
Daraus erwuchsen später Erdställe, Steinkreise, Menhire und Steinreihen. Diese – oft auch monumentalen Anlagen – wurden von den Schamanen, Druiden oder Priestern zu astronomischen Berechnungen verwendet und dienten als Sonnen-, Mond- oder Sternobservatorien. Dabei errichtete man u.a. bestimmte Fixierpunkte in den Bauwerken, die diese Beobachtungen wie die Sonnwendzeiten ermöglichten. Das Wissen, dass somit in diesen Anlagen gespeichert und erweitert wurde, kennen wir heute als die „Heilige Geometrie“, die sich in Bauwerken wie den Sonnenpyramiden von Mexiko, den Pyramiden von Gizeh, den Steinkreisen von Stonehenge und Goseck und den großen Kathedralen in Frankreich wiederspiegeln.
Orte der Kraft waren und sind Orte der „Re-ligio“, der Rückverbindung mit dem Wesen der Natur und Gott.

Und somit finden wir auf diesem kleinen Streifzug durch die Historie der Menschheit eine deutliche Verbindung zwischen den Begriffen:

Tempel – Kirche – Kraftort – Religion.

Alles ist in Wahrheit Eins und miteinander verbunden und die besonderen Orte sind „Portale zwischen den Welten“.

 

 

Literaur von 
Heimatforscherin Berta Runge, lrdning, "Rätsel der Heimat"
Günter Kantilli, "Die Kelten im Mostviertel"
Bernhard Frodi Schulz, "Der Baum der Bäme, die Verbindung zwischen Stern, Stein und Stirn"